Wanderungen und Ausflugsziele

Wir haben bei unseren Bärn-Besuchen 2001 und 2002 wunderschöne Wanderungen und Fahrten unternommen, die ich gern weiter empfehle. Zu Beginn sind Wanderungen und Ausflüge aufgeführt und danach verschiedene Ausflugsziele genannt und beschrieben.

Bilder zu Bärn und den Wanderungen 1 - 3: hier

Bilder zu den Ausflügen 4 - 14: hier

 

1. Von Bärn zum Sonnenberg:

Man geht die Hausbergstraße hoch (Richtung Dittersdorf), nach ca. 2 km geht ein markierter Wanderweg rechts ab, dem folgt man bis zum Gipfel. Oben steht zwar ein Sendeturm, den man aber nicht besteigen kann, deshalb hat man auch keinerlei Aussicht. Wir haben den Sonnenberg aber von unserem Quartier in Neuwaltersdorf erwandert, wo uns die Markierung einmal verließ und wir im Gestrüpp landeten.

 

2. Bärn – Gießhütte – Kuhstall – Hausbergstraße:

Vom Ring geht man Richtung Troppau bis zur Sterngasse, dieser folgt man in Richtung Neuwalterdorf (Nové Valteřice) bis zum Abzweig Gießhütte, dort biegt man nicht rechts zur Gießhütte ab sondern links in Richtung auf ein halbkugelförmiges Gebäude zu, das nichts anderes als ein riesiger Kuhstall ist. Dort oben biegen wir links ab und lassen das Gebäude rechts von uns liegen. Bald befinden wir uns wieder auf dem Wanderweg vom Sonnenberg nach Bärn und treffen auf die Straße Dittersdorf (Dětřichov) – Bärn. Nur wenige Meter weiter in Richtung Bärn biegt rechts ein Feldweg ins Tal nach Andersdorf (Ondrášov) ab. Dort können erfahrene Wanderer den Rundweg (wie unter 3. beschrieben) fortsetzen. Wir gehen jedoch weiter in Richtung Bärn und kommen die Hausbergstraße runter zum Ringplatz.

 

3. Bärn – Hausbergstraße – Andersdorf - Bärn:

Wir gehen wieder die Hausbergstraße hoch. Nach ca. 2 km biegen wir links in einen Feldweg ein, der immer gerade bis zur Bahnlinie und dann durch den Bach (Fister) führt. Schuhe aus und durch oder über Steine, die rechts des Weges im Bach liegen, steigen. Der Weg führt uns durch das wunderschöne Tal , vorbei an einem Teich, der in der Gegend des ehemaligen Katerbades liegt, dann durch Andersdorf (Ondrášov) und bis zur Straße Olmütz – Troppau. Dort können wir uns am Sauerbrunnen erfrischen (Trinkbecher mitnehmen) und danach den Aufstieg nach Bärn beginnen. Zuerst müssen wir neben der Straße gehen, doch nach ca. 200 m beginnt rechts ein von der Straße getrennter Fußweg.

 

4. Großer Rautenberg (Velky Roudny) – Neurode (Nová Pláň):

Mit dem Pkw fährt man über Hof (Dvorce) und Christdorf (Křištanovice) in Richtung Rautenberg (Roudno). Ca. 600 m vor dem Ort geht rechts ein Weg ab, wo wir das Fahrzeug stehen lassen. Durch wunderschöne Wiesen und vorbei an Buschreihen geht es steil bergauf. Unterwegs sehen wir bereits den neuen Stausee und die „Kirche“ von Neurode (Nová Pláň). Oben finden wir eine Kapelle und dahinter einen Kreuzweg. Wir gingen den gleichen Weg (etwas abgekürzt) zurück. Danach fahren wir durch Rautenberg (Roudno) nach Neurode (Nová Pláň), das sich zu einen Erholungsort am See entwickelt und erhalten in der nicht geweihten Kirche, die zu einem Hotel-Restaurant umgebaut ist, unser wohlverdientes Essen. Zurück fahren wir dann über die gut ausgebaute B 45 Freudenthal – Sternberg und biegen in Dittersdorf (Dětřichov) nach Bärn ab.
Bei unserem erneuten Besuch im August 2002 war auf dem Rautenberg außer der Kapelle jetzt auch der Teufelsstein wieder freigelegt und mit einer zweisprachigen Beschriftung versehen. Neben der Kapelle ist ein Briefkasten mit einer Kladde, in die sich alle Besucher eintragen können. Außer vielen tschechischen Eintragungen fanden wir auch mehrere deutsche, jetzt ist auch unsere dort zu finden.

 

 

5. Wallfahrtskirche Altwasser – Kleine Mohratalsperre – Große Mohratalsperre:

Wir fahren über Altliebe (Stará Libavá) nach Stadt Liebau (Mésto Libavá). Kurz vor dem Ort geht eine Betonstraße links ab. Auf den Karten ist sie als gesperrt gekennzeichnet, tatsächlich kann man sie aber befahren und kommt durch den ehemaligen russischen Truppenübungsplatz, im Sommer eine wunderschöne Fahrt. Nach ca. 3 km sehen wir rechts im Tal die außen renovierte und daher wieder schöne Wallfahrtskirche von Altwasser. Die Kirche ist von einer geschlossenen Mauer umgeben, doch die Fahrt lohnt. Vom Friedhof und dem Ort sind nur noch ein paar Steine übrig. Wir fahren dann weiter über Bautsch (Budišov) - (dort sehen wir uns Ringplatz und Kirche an und kaufen uns dort auch einen Imbiss) in Richtung Alt-/ Neu Zechsdorf (Techanovice). Ca. 3 km hinter Bautsch treffen wir auf eine Kreuzung, an der wir links auf die B 442 Richtung Gersdorf (Kernartice) abbiegen. Nach ca. 2 km ist rechts ein Parkplatz wo wir das Kfz abstellen können, 150 m weiter ist schon der Staudamm. Weitere 150 m hinter dem Staudamm geht rechts ein Radweg ab, der ins Tal führt und den wir für eine kurze Wanderung nutzen. Dann setzen wir die Fahrt fort bis zur B 46 Troppau – Bärn, fahren dort links bis Heidenpiltsch (Bilcice). Dort biegen wir rechts ab Richtung Spachendorf (Leskovec) und treffen nach ca. 2 ½ km auf die neue große Staumauer.

 

6. Mohratal bei Wigstadtl (Vítkov) :

Über Bautsch (Budišov) fahren wir nach Alt-Zechsdorf (Staré Techanovice) und dann weiter in Richtung Meltsch (Meltc'). Hier fuhren wir bereits durch eine wunderschöne Landschaft. Ca. 1 km hinter Meltsch biegen wir rechts ab nach Ratkau (Radkov). Hinter Ratkau passieren wir eine uralte Lindenallee und kommen über Ober Wigstein (Dubová ) ca. 1 km hinter dem Ort zur Ruine Wigstein, die unbedingt besucht werden sollte. Die Parkmöglichkeit ist rechts der Straße, die Ruine finden wir links der Straße, etwa 300 m im Wald. Von einem Turm ist das Mohratal einzusehen (Vorsicht, die Treppe ist baufällig). Dann fahren wir hinab ins Tal, halten aber an einer übersichtlichen Stelle an, um den Blick ins Tal noch mal zu genießen. Die Fahrt geht dann weiter nach Wigstadtl (Vítkov) auf der anderen Seite des Tales. Von hier ist es nicht mehr weit zurück nach Bautsch. Die zweite Tageshälfte kann auch genutzt werden zu einer Fahrt nach Troppau oder in südlicher Richtung zur Oderquelle. Dazu fährt man zunächst die Straße 442 bis Jogsdorf (Jakubc'ovice) und von da Richtung Olmütz bis Koslau (Kozlov), insgesamt ca. 40 km. Die Quelle ist rechts der Straße, wenige 100 m zu Fuß zu erreichen.

 

7. Altvater – Freudenthal (Brunt ál):

Fahrt von Bärn über Freudenthal (Bruntál) nach Karlsbrunn (Karlova Studánka). Dort ist ein bewachter gebührenpflichtiger Parkplatz, von dem in kurzen Abständen Busse bis zur Schäferei fahren. Von dort geht’s zu Fuß ca. 3,5 km zum Gipfel, leider auf einer breiten Asphaltstraße. Oben steht heute ein riesiger Fernsehturm mit Restauration, Kiosken und Aussichtsplattform. Bei der Rückfahrt sollte unbedingt in Freudenthal (Bruntal) eine Pause eingelegt werden. Wir fanden auf einen Marktplatz eine wunderschöne Atmosphäre mit viel gemütlichen Menschen vor und erhielten in einem Cafe guten Kuchen und prima Cappuccino.

Bei unserem Besuch im August 2002 entdeckten wir zwei sehr schöne Wanderwege, die von der Barbarahütte (blaue Markierung) und der Schäferei (gelbe Markierung) die 7 bzw. 6 km hinab ins Tal nach Karlsbrunn führen. Beide Wege führen (meist gemeinsam) durch ein herrliches Bachtal und sollten der Busfahrt unbedingt vorgezogen werden. Wer nicht gut kraxeln kann oder will, der sollte sich dort, wo sich die Wege trennen, an die blaue Markierung halten.

 

8. Heiligenberg:

Immer, wenn man von Olmütz in Richtung Sternberg fährt, sieht man nach Verlassen der Stadt rechts in der Ferne auf einem Berg die Wallfahrtskirche von Heiligenberg. Sie ist auch heute noch ein begehrtes Ausflugsziel und auch ohne Wegebeschreibung leicht zu finden.

 

9. Olmütz

Olmütz ist immer eine Reise wert. In allen Reiseführern ist die Stadt ausführlich beschrieben.

Wir haben anhand eines Stadtplanes die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten erwandert.

 

10. Oderquelle

Wenn man schon in Olmütz ist und noch ca. 3 Stunden Zeit hat, dann lohnt sich eine Fahrt zur Oderquelle. Wir finden sie nahe der Straße L 441 westlich von Olmütz bei der Ortschaft Kozlau (Koszlov ). In der Ortsmitte folgen wir links einem Hinweisschild, das auf die Quelle hinweist. Nach wenigen Metern ist ein Wanderweg zur Quelle wiederum nach links ausgeschildert. Dort sollten die Kfz abgestellt und die restlichen 2 km zu Fuß zurückgelegt werden. An der Quelle ist eine Hütte, in deren Mitte in einer art Brunnen der Fluss seinen Ursprung hat.

 

11.  Maria Hilf Kirche

Fährt man von Bärn nach Freudenthal (Bruntal) so sieht man kurz vor Freudenthal auf einen Berg zur Linken die Maria Hilf Kirche. Sie ist über Kotzendorf (Kocov) zu erreichen. Im Ort fährt man rechts ab, durchfährt den nächsten Ort und kommt ca. 300 m danach zu einem Wasserbehälter (o.ä.). Dort beginnt links bergauf eine mächtige 4-reihige Lindenallee, die hinauf zur Kirche führt. Obwohl die Kirchentüren verschweißt und verschlossen sind lohnt sich der Aufstieg wegen der gepflegten uralten Alleebäume und dem hervorragenden Ausblick auf Freudenthal.

 

12. Eulenburg

Von Sternberg fahren wir in nordwestlicher Richtung über Komarn (Komárov) nach Eulenberg (Sowinec). Die Eulenburg liegt in der  Ortsmitte und ist gut erhalten, Eine Besichtigung lohnt sich. Als wir im August 2002 dort waren, fanden zufällig die Burgfestspiele statt und wir erlebten die verschiedensten Auftritte von Rittern, Burgfräuleins und Narren.

 

13. Reschener Wasserfälle südwestlich Römerstadt

Fährt man von der Eulenburg nach Römerstadt (Rýmařov) und von dort in südwestlicher Richtung auf der L 370 in richtung Bergstadt, dann kommt man hinter Skály an die Abzweigung nach Reschen (Reŝov). Am Ortseingang von Reschen befindet sich ein Parkplatz von dem aus ein ausgeschilderter ca. 2 km langer Weg - zunächst steil abfallend - zu den Wasserfällen führt. Bei unserem Besuch im August 2002 bot sich ein interessantes Schauspiel, und die Anstrengung, die der Weg uns abverlangte, hatte sich gelohnt.

 

14. Reihwiesen

Westlich von Freiwaldau (Jesenik) liegt die kleine Ortschaft Reihwiesen (Rejviz). Sie ist bekannt für eine eindrucksvolle Moorlandschaft, die über befestigte Stege bis zu einem See erwandert werden kann. Außerdem befindet sich in der Gaststätte am Parkplatz eine besondere Attraktion in Form von Stühlen, deren Lehnen aus übergroßen Darstellungen von geschnitzten Gesichtern bestehen. Für uns hat sich die lange Anfahrt im August 2002 nicht gelohnt, weil wegen der langen Trockenperiode die ganze Moorlandschaft ziemlich trocken und wenig eindrucksvoll war. Es handelt sich aber um eine sehr schöne Landschaft durch die Wanderung führt.